Großformatige Baustoffe: Bauen in Rekordzeit mit nur drei Personen
Ein Geschoss pro Tag
Besonders wirtschaftlich sind vorgefertigte Systemwandelemente. Nur drei Fachkräfte können damit ein ganzes Geschoss pro Tag fertigstellen – das spart Ressourcen und Zeit. Beim Fertighausbau ist das Prinzip schon lange bekannt: Vorgefertigte Wandelemente senken die Bauzeit um ein Vielfaches. Doch auch beim Massivhausbau können großformatige Baustoffe eingesetzt werden – ohne Abstriche bei der Qualität. Die geschosshohen Systemwandelemente bestehen aus mineralischen Baustoffen mit tausenden von Poren. Sie werden passgenau gefertigt und lassen sich mit wenigen Handgriffen verbinden. Die Steine sind einerseits durch ihre Poren sehr leicht, andererseits aber hochkomprimiert und dadurch enorm druckfest. Sie zeichnen sich durch eine hohe Steinfestigkeitsklasse, also eine hohe Tragkraft, aus. Deshalb lässt sich der so genannte Porenbeton sowohl für nichttragende als auch für tragende Wände einsetzen und ist ideal für den Mehrgeschossbau geeignet. Alle Grundrisse lassen sich damit problemlos realisieren – vom Einfamilienhaus bis zum Großbauprojekt. Die einzelnen Arbeitsschritte sind leicht erlernbar und erfordern wenig Fachkenntnis: Vermörteln, Setzen, Ausrichten, Sichern, Einschlagen der Justier- und Wechselplättchen und Abstreichen von herausquellendem Mörtel. So können zwei Monteure und ein Kranfahrer einen Quadratmeter Wandfläche in nur zehn Minuten fertigstellen. Das entspricht etwa einem Geschoss pro Tag. Im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise müssen Bauunternehmer nur ein Drittel der sonst benötigten Zeit veranschlagen. Trotz Fachkräftemangel lassen sich Bauprojekte so schnell und wirtschaftlich realisieren.
Keine zusätzliche Dämmung nötig
Systemwandelemente sind nicht nur besonders wirtschaftlich, sie haben noch mehr Vorteile zu bieten. Auf der Baustelle sind keine Zuschnitte mehr nötig, Fehler auf der Baustelle können sich damit kaum noch einschleichen. Wenn ein Haus vom Keller bis zum Dach aus den vorgefertigten Elementen gebaut wird, entstehen dank dem einheitlichen Material keinerlei Wärmebrücken. Zusätzlich bieten die Systemwandelemente eine hohe Wärmedämmung und sind nicht brennbar. Porenbeton hat beispielsweise einen Lambda-Wert von λ = 0,08 W/(mK). So muss keine zusätzliche Dämmung mehr angebracht werden.
Bauträger sparen beim Innenausbau Zeit, denn die Installationsschlitze lassen sich mit speziellen Werkzeugen leicht in den Stein einbringen. Auf der Baustelle fallen zudem deutlich weniger Abfälle an. Sollten doch hier und da kleine Verschnittmengen anfallen, werden sortenreine Reste zurückgenommen und recycelt.